<u><h1>Das Buch der Unerfüllten Schicksale</h1></u>
<<set $player to "Dieter">>\
Eine Geschicte über Träume, das Leben im Allgemeinen und die Kosequenzen einmal getroffener Entscheidungen.
Traust du dich, dein Leben völlig auf den Kopf zu stellen?
Dann gib hier den Namen deiner Spielfigur ein:
<<textbox "$player" "Dieter" "Einleitung1">>
<h1>[[Start|Einleitung1]]</h1>
Du kneifst die Augen zusammen, und blinzelst ein paar mal. Die Gestalt kommt näher: Es handelt sich um eine ältere Dame in einem farblos wirkenden Hosenanzug, die Haare zu einem Dutt verknotet. Ihr Gesicht ist streng, aber ihre Augen durchdringen dich, als könnte sie tief in deine Seele blicken. Sie kommt dir merkwürdig bekannt vor, so als hättest du sie schon mehrfach gesehen.
„Ich habe dich schon früher gewarnt, $player“, sagt sie leise. „Aber es ist noch nicht zu spät. Komm morgen in die Bibliothek.“
Mit diesen Worten dreht sie sich auf dem Absatz um und verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Verwundert und benommen bleibst du in der Gasse zurück und fragst dich, was das jetzt sollte. Du lässt deinen Kopf nach hinten sinken und schließt für einen Moment die Augen, während du überlegst, woher du die Frau kanntest.
[[weiter|rueckblende]]<u><h3>5 Jahre früher</h3></u>
Du stehst vor dem großen Schultor. Zum letzten Mal. Heute ist der Tag, an dem du die Schule endgültig hinschmeißt. Kein Elternteil hat dich aufgehalten. Kein Lehrer wird dich vermissen. Du warst gerade im Sekretariat, hast dein Zeugnis nicht abgeholt, dafür aber deine Abmeldung unterschrieben. Du bist alt genug. Und Influencer brauchen keine Noten – das sagt TikTok, und TikTok lügt nie.
Als du den Hof überquerst, fällt dein Blick auf Frau Schimmelbuch – so haben alle sie genannt. Die Schulbibliothekarin mit den blassen Augen, dem Dutt und dem „Ich-weiß-was-für-dein-Leben-besser-ist“-Blick. Keiner merkte sich ihren richtigen Namen, aber alle kannten ihre endlosen Monologe über Leseförderung und Bildungsbiografien.
Sie steht wie ein Schatten am Rand des Schulhofs und mustert dich, als wärst du eine falsch einsortierte Katalogkarte in ihrem makellosen Zettelkatalog. Gerade, als du an ihr vorbeiziehst, hebt sie die Stimme. Ruhig, aber mit dieser unangenehm besorgten Autorität, die dich schon immer genervt hat.
„Eine ordentliche Schulkarriere ist wichtiger, als du glaubst“, sagt sie. „Ich hoffe sehr, dass du diese Entscheidung später nicht bereust.“
[[Du lachst Sie aus.|Intro_badreaction]]
[[Du schaust sie nachdenktlich an.|Intro_goodreaction]]
<u><h3>Einleitung</h3></u>
Das Bier schmeckt schal, aber es ist billig. Du sitzt in der Kneipe und bemitleidest dich selbst, während du auf Insta Beiträge scrollst.
Zwischendurch ploppen ein paar Nachrichten auf – keine davon wichtig. Deine Ex hat deinen letzten Reel nicht geliked. Tobi ist seit Wochen auf „nicht erreichbar“. Und Dennis? Der hat dich längst blockiert. Du scrollst weiter, immer tiefer in den Strom aus Erfolg, Fitness und Fernreisen, der nichts mit deinem Leben zu tun hat.
Heute hast du den dritten Job in zwei Monaten verloren und deine Mutter hat dir am Telefon nur ein seufzendes „Wie lange soll das noch so weitergehen?“ entgegengeworfen.. Bier ist nicht dein Fall, aber es enthält Alkohol und den wünschst du dir gerade. Du bestellst noch eins. Dann noch eins.
Irgendwann stehst du draußen. Oder fällst eher – gegen eine feuchte Wand in einer Gasse hinter der Kneipe. Die Welt dreht sich langsam, das Handy ist dir aus der Hand gerutscht und liegt im Dreck.
Und dann siehst du sie – eine Gestalt, die wie aus dem Nebel tritt. Du bist dir nicht sicher, ob sie echt ist oder nur eine Folge des Pegels. Aber sie sieht dich an, als hätte sie gewusst, dass du genau hier landen würdest.
[[weiter|Einleitung2]]
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"Digga, Sie sind so cringe. Ich schwör, ich werd in diesem Leben nicht mal mehr in die Nähe von modrigen, alten Büchern kommen. Meine Follower feiern echten Content – Games, Lifestyle, nice Shit. Nicht so’n staubiges Gelaber."
Du gehst an Frau Schimmelbuch vorbei, ohne dich noch einmal umzudrehen.
Hinter dir hörst du nur ein spöttisches „Viel Erfolg“, das sich wie eine letzte Warnung anfühlt, bevor du um die Ecke verschwindest.
[[weiter|backtolibrary]]<<set $librarian_help to 1>>\
Du zögerst. Irgendwie klingt ihre Stimme ehrlich – nicht wie ein Befehl, eher wie echte Sorge.
Vielleicht meint sie es wirklich gut.
Ein leiser Zweifel regt sich in dir. Hast du gerade einen Fehler gemacht?
Mit gesenktem Kopf gehst du an der Bibliothekarin vorbei, das schlechte Gewissen sitzt dir im Nacken.
Sie sagt nichts mehr – aber ihr Blick folgt dir noch lange.
[[weiter|backtolibrary]]
Um es kurz zu machen:
Nein, du bist kein berühmter Influencer geworden. Eigentlich bist du gar nichts geworden.
Damals klang es wie der große Plan: Handy raus, Leben filmen, berühmt werden.
Likes, Sponsoren, Applaus – der Traum, dass alle dich sehen, hören, feiern.
Nur blöd, dass sich niemand interessiert hat. Die Follower blieben aus, die Likes auch. Und ohne Reichweite kein Ruhm, keine Kooperation, kein Geld.
Deine Eltern hielten anfangs noch durch, aber irgendwann hatten sie keine Lust mehr, dich beim „Markenaufbau“ zu finanzieren.
Du flogst raus.
Ohne Abschluss blieb dir nur der Sprungbrett-Job am Abgrund: Schwarzarbeit, Lieferdienste, mal Kellnern, mal Flyer verteilen.
Nie lange – irgendwie hattest du’s auch nie so mit Pünktlichkeit, Chefansprache oder… arbeiten.
Du erinnerst dich, wie du nach der Schule auf die anderen herabgeblickt hast:
Die Streber, die Schleimer, die „Systemopfer“, wie du sie damals nanntest.
Freunde waren das für dich nie – du wolltest Fans. Heute hättest du gern einfach mal jemanden zum Reden.
Dein Blick verschwimmt ein wenig, vielleicht vom Bier, vielleicht vom Rest.
Frau Schimmelbuch. Du weißt nicht warum – aber du denkst wieder an sie.
An ihre ruhige Stimme. An diesen Satz: „Ich hoffe, dass du es später nicht bereust.“
Vielleicht… war das gar kein Vorwurf, sondern eine Einladung.
Du beschließt, es herauszufinden.
[[weiter|way_to_school1]]
Am nächsten Tag erwachst du in deiner schäbigen kleinen Wohnung. Dein Kopf brummt noch vom vielen Alkohol am Vorabend und dir ist schlecht. Aber trotzdem musst du direkt wieder an die alte Bibliothekarin letzte Nacht denken. Und auch wenn es verrückt klingt: Du willst ihre Hilfe annehmen. Schlimmer als jetzt kann es ja gar nicht mehr kommen. Also ziehst du dich an, schaust kurz in den Kühlschrank (gammeliges Take-Out, ein Glas Senf und eine halbe Packung geriebener Käse - nein danke.) und machst dich auf den Weg in deine alte Schule.
Erst als du vor dem menschenleeren Gebäude stehst, fällt dir eine wichtige Kleinigkeit ein: Es ist Samstag, die Schule ist also geschlossen. Also war es doch nur ein Traum? Die Schulbibliothek hat samstags sicher nicht geöffnet, wieso sollte sie? Du läufst gegen jede Vernunft zur Eingangstür der Schule und ziehst ohne Hoffnung an der Klinke.
Und zu deiner Überraschung schwingt [[die Tür auf|school]] und du kannst eintreten.<u><h3>In der Schule</h3></u>
Du betrittst die Schule. Deine Turnschuhe quietschen laut auf dem alten Boden und die menschenleere Schule ist dir unheimlich. Sie wirkt viel kleiner als früher und irgendwie alt - wie ein vergilbtes Schwarzweiß-Foto. Du verläufst dich mehrmals auf dem Weg zur Bibliothek. Soweit du dich erinnern kannst, warst du ja auch noch nie hier.
Schließlich findest du die richtige Tür und trittst vorsichtig ein. Der Raum wirkt düster und verlassen und die Regale voller staubiger alter Bücher verstärken den Eindruck noch.
"Hallo?", rufst du zögerlich in den Raum. Keine Antwort.
Auf einem Arbeitstisch in der Mitte des Raumes liegt ein Buch. Langsam gehst du darauf zu. Es ist in einfaches, braunes Leder gebunden und hat keinen Titel. Aber irgendetwas daran zieht dich an. Du streckst die Hand danach aus -
"Warte!"
Mit einem Aufschrei wirbelst du herum. Hinter dir steht Frau Schimmelbuch. Oder eigentlich Frau Schindler-Tuch, wie du auf ihrem Namensschild siehst. Kein Wunder, dass sie diesen Spitznamen bekommen hat.
"Dieses Buch ist kein gewöhnliches Buch. Du musst dir genau überlegen, ob du wirklich bereit bist, diese Reise auf dich zu nehmen." Die Bibliothekarin lächelt dich an, aber es wirkt eher angespannt als beruhigend.
"Was ist das für ein Buch? Und welche Reise?"
"Man nennt es das Buch der Unerfüllten Schicksale. Wir alle haben in unserem Leben Entscheidungen getroffen, die, naja, suboptimal waren. Dieses Buch ermöglicht dir, an bestimmte Stellen in deinem Leben zurückzuspringen und eine andere Entscheidung zu treffen. Aber sei gewarnt: Dadurch verändert sich alles. Und nicht immer zum Guten. Es ist ein gefährliches Werkzeug und wäre ich nicht überzeugt, dass du weit mehr sein könntest als du bist, würde ich es dir nicht anbieten."
"Sie meinen, ich kann mit dem Buch durch die Zeit reisen? Ja klar, weil Sie dann noch hier wären und nicht schon längst mit den Lottogewinnen der letzten 80 Jahre in einer Riesenvilla sitzen würden." Verächtlich schaust du sie an. Okay, du hast keinen Schulabschluss, aber hält sie dich wirklich für so dumm?
"Nein, so funktioniert es nicht." sagt sie ruhig. "Niemand kann wissen, wohin das Buch dich bringt und was die Konsequenzen deiner Entscheidungen sein werden. Ich selbst habe mich nie getraut, es zu benutzen. Und ich verstehe es völlig, wenn du das Risiko ebenfalls nicht eingehen willst."
Zögernd schaust du auf das Buch. Wenn Sie Recht hat, wäre es eine einmalige Chance. Oder ein absolutes Disaster. Viel zu verlieren hast du ja aber tatsächlich nicht. Solltest du es wagen?
[[Ja, das ist eine einmalige Chance!|book]]
[[Nein, das ist dir zu gefährlich.|interlude]]Du drehst dich um und marschierst hinaus. Als du fast die Tür erreicht hast hörst du sie leise "Feigling" murmeln, aber auch das stoppt dich nicht.
Natürlich bereust du diese Entscheidung später. Aber als du ein paar Tage später in die Schule zurückkehrst, gibt es die Schulbibliothek nicht mehr. Stattdessen hängt ein buntes Schild an der Tür: "Hier entsteht unser neues Tanzstudio!" Oft sitzst du in den kommenden Jahren vor deinem Bierglas in der Kneipe und denkst über all die Möglichkeiten nach, die sich dir vielleicht eröffnet hätten. Aber jetzt wirst du es niemals erfahren.
<h1>Ende 1: Feige, erfolglos, aber in Sicherheit.</h1>
Möchtest du noch einmal [[spielen|main]]?"Also gut, was muss ich tun?" Du schaust die Bibliothekarin erwartungsvoll an.
"Nimm das Buch in die Hand und öffne das Inhaltsverzeichnis. Dort wirst du die Situationen aufgelistet sehen, in denen du dich nicht besonders gut entschieden hast. Wenn du zu der entsprechenden Seite blätterst, reist du zurück zu diesem Moment. Einmal angefangen, kannst du die Reise erst stoppen, wenn du jeden dieser Momente erreicht hast. Danach sollte sich dein Leben verändert haben - oder auch nicht." Sie lächelt schwach, "So lautet zumindest die Theorie."
"Das heißt Sie wissen gar nicht, ob es wirklich funktioniert?" fragst du fassungslos.
"Dieses Buch war schon hier, bevor ich jemals einen Fuß in diesen Raum gesetzt habe. Seine Macht steht außer Frage, aber niemand hat sich je getraut es zu benutzen, seit ich seine Wächterin wurde."
"Na dann mal los", murmelst du und schnappst dir das Buch. Besser nicht weiter darüber nachdenken, sonst überlegst du es dir noch anders.
Du schlägst das Buch auf und schaust auf das [[Inhaltsverzeichnis]].<u><h1>Inhaltsverzeichnis</h1></u>
<ul style="list-style-type: none; padding: 0;">
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<li>Buchstabierwettbewerb 6. Klasse [[Seite 12|fame]]</li>
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<li style="color: gray;">Buchstabierwettbewerb 6. Klasse (abgeschlossen)</li>
<</if>>
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<li>Tante Gertis 75. Geburtstag [[Seite 15|family]]</li>
<<else>>
<li style="color: gray;">Tante Gertis 75. Geburtstag (abgeschlossen)</li>
<</if>>
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<li>Klassenfahrt [[Seite 17|friends]]</li>
<<else>>
<li style="color: gray;">Klassenfahrt (abgeschlossen)</li>
<</if>>
<<if $love_complete is false>>
<li>Ein Date mit Marina [[Seite 18|love]]</li>
<<else>>
<li style="color: gray;">Marina (abgeschlossen)</li>
<</if>>
<<if $education_complete is false>>
<li>Der letzte Schultag [[Seite 19|education]]</li>
<<else>>
<li style="color: gray;">Der letzte Schultag (abgeschlossen)</li>
<</if>>
</ul>
<<if $fame_complete and $family_complete and $love_complete and $friends_complete and $education_complete>>\
[[Zurück in die reale Welt|real_world]]
<<endif>>\
<<if $book_used == 0>>\
Deine Augen wandern über die verschiedenen Einträge. Welchen sollst du zuerst wählen? An den Buchstabierwettbewerb in der 6.Klasse kannst du dich gar nicht erinnern. Ebensowenig an Tante Gertis Geburtstag. Und welche Klassenfahrt? Was an deinem letzten Schultag geschah weißt du natürlich noch genau. Und wie könntest du Marina, deine erste Liebe, vergessen? Aber welchen Moment sollst du zuerst ändern?
<<endif>>\<u><h3>Der Buchstabierwettbewerb</h3></u>
Du sitzt plötzlich im Klassenzimmer deiner Schule. Vor dir steht dein Deutschlehrer, Herr Schiller ("Schiller wie Goethe", so hat er sich immer vorgestellt), und schreibt an die Tafel.
Du schaust dich um und tatsächlich sitzen deine ganzen alten Klassenkameraden um dich herum: Keiner von ihnen sieht älter aus als 12 Jahre. Du schaust an dir herunter und stellst fest, das du einen häßlichen ockerbraunen Pullover trägst - genau die Art Pullover die deine Mutter dir früher immer gekauft hat, als du noch zu klein warst um dich gegen diese Art von Modeverbrechen zu wehren. Du bist also tatsächlich zurück in der sechsten Klasse.
"$player, ich rede mit dir." Herr Schillers Stimme reißt dich aus deinen Gedanken.
"Was?", verwirrt schaust du ihn an.
Herr Schiller rollt genervt mit den Augen. "Ich habe dich gefragt, ob du bitte nach vorne kommst und deinen Beitrag für den Buchstabierwettberb vorstellst. Du darfst dir sogar selbst ein Wort aussuchen."
Zögernd gehst du nach vorne. Deine Gedanken rasen. Fieberhaft versuchst du dich zu erinnern, was du damals geantwortet hast und wie du es jetzt besser machen könntest. Wenn du dich recht erinnerst, hast du ein schweres Wort gewählt, dieses aber dann falsch ausgesprochen. Du wurdest daraufhin nicht zum Wettbewerb zugelassen. Aber jetzt ist deine Chance, es besser zu machen.
Du könntest es noch einmal mit einem schweren Wort versuchen, denn auch wenn du wieder aussiehst wie 12, bist du doch eigentlich schon erwachsen. Oder du wählst ein besonders einfaches Wort, buchstabierst es aber so falsch, dass deine Klassenkameraden sich kringeln vor Lachen. Dann hättest du zwar auch nicht gewonnen, aber vielleicht bringt es dir Sympathien ein. Wenn du zufrieden mit deiner damaligen Wahl bist, kannst du natürlich noch einmal den selben Fehler machen, so das sich in deinem Leben nichts ändert.
Du wählst
[[ein schweres Wort, falsch buchstabiert.|no_fame]]
[[ein schweres Wort, korrekt buchstabiert.|good_fame]]
[[ein einfaches Wort, falsch buchstabiert.|bad_fame]]
<u><h3>Die Klassenfahrt</h3></u>
Als du die Augen öffnest, sitzt du in einem Reisebus. Draußen fliegt eine trockene Küstenlandschaft vorbei, dann ein Schild:
„Lloret de Mar – 7 km“.
Ach, diese Klassenfahrt war gemeint – die Abschlussreise der zehnten Klasse nach Spanien.
Du schaust dich um. Neben dir sitzt Dennis, dein alter Gaming-Kumpel. Ihr sitzt im hinteren Drittel des Busses.
Hinter euch lümmeln die „coolen Kids“: Amir, Shaniah, TJ und ein paar andere, deren Sonnenbrillen selbst im Bus nicht abgesetzt werden.
„Wie schauts aus, $player? Nachher erstmal City und paar Selfies beim Partymachen?“, ruft Amir dir zu und grinst über beide Ohren.
Dennis schaut dich an.
„Wir wollten doch gemeinsam die historischen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt erkunden?“, sagt er – viel zu laut.
Autsch. Musste er das durch den ganzen Bus brüllen?
Du siehst, wie Amir die Mundwinkel verzieht. Hämisch.
Plötzlich ist alles wieder da: Damals bist du mit der Clique losgezogen und hast Dennis einfach sitzen lassen.
Deine Freundschaft war dir weniger wichtig als ein paar Follower für deinen Influencer-Traum.
Dass der Traum geplatzt ist, weißt du selbst.
Aber vielleicht kannst du mit dem Buch diesmal andere Stellschrauben drehen.
Oder du versuchst, Dennis mit einzubeziehen – mehr Freunde sind ja schließlich besser als gar keine.
Andererseits war Dennis dein Freund. Und du hast ihn hängen lassen.
Minus Hundert Aura für so einen Move.
[[Du verabredest dich wie beim letzten Mal mit der coolen Clique|no_friends]]
[[Du überzeugst Dennis, mit den anderen gemeinsam loszuziehen|bad_friends]]
[[Du hältst dein Versprechen und ziehst mit Dennis los|good_friends]]<u><h3>Ein Date mit Marina</h3></u>
Ein Moment der Stille, dann wummert laute Musik in deinen Ohren. Als du die Augen öffnest siehst du Stroboskoplicht, das durch einen dunklen Raum flackert. Um dich herum tanzen Menschen, die meisten von ihnen kennst du. Du bist im <i>Absolutic</i>, der Stammdisco deiner Jugendzeit. Und du bist nicht allein da. Neben dir steht Marina, das Mädchen, das du heute noch als deine erste (und einzige) große Liebe bezeichnest. Mit 18, kurz vor dem Schulabschluss, seid ihr oft gemeinsam hier gewesen und du bist gespannt, zu welchem Moment genau dich das Buch gebracht hat.
In deiner "alten" Zeitlinie habt ihr euch getrennt, kurz nachdem du die Schule geschmissen hattest. Marina ging zum Studium in eine andere Stadt und ihr hattet euch zunehmend weniger zu sagen. Irgendwann hatte sie dann halt einen neuen Freund und du bliebst allein zurück.
Jetzt legt Marina ihren Arm um dich und schreit dir ins Ohr: "Wollen wir was trinken?" Du nickst und ihr geht gemeinsam zur Bar. Als du darauf wartest, dass der Barkeeper deine Bestellung aufnimmt, gesellt sich eine weitere Person zu euch: Tobi, mit dem du als Kind oft gebolzt oder gezockt hast. Er lächelt dir zu und du hast plötzlich das Bedürfnis, ihm ebenfalls ein Getränk auszugeben. "Willst du was trinken?" fragst du Tobi. "Ja, aber nur ne Coke, ich hab morgen früh Fußballtraining. Du solltest auch mal wieder vorbeischauen, du warst früher echt gut."
Marina zupft ungeduldig an deinem Ärmel. Ihr Zeichen für "Musst du jetzt echt noch mit dem quatschen?".
Sie war immer ziemlich eifersüchtig, wenn sie deine Aufmerksamkeit mit anderen teilen musste. Und vor allem mit Tobi ist sie nie gut ausgekommen. Dir fällt ein, das du deswegen auch immer weniger Zeit mit ihm verbracht hast - es war den Stress mit Marina einfach nicht wert.
Ist das die Entscheidung die du treffen musst? Tobi oder Marina? Eine leise Stimme in deinem Hinterkopf weist dich darauf hin, das es dir auch nicht schaden würde, nur eine Coke zu bestellen. Marina zuliebe hast du immer Wodka Energy mitgetrunken. Meistens seid ihr dann ziemlich betrunken aus dem <i>Absolutic</i> raus und habt auf dem Heimweg noch gefummelt. Morgens ging es dir dann immer ziemlich dreckig. Auch ein Grund, warum du mit Fussball aufgehört hast.
Der Barkeeper schaut dich an "Was darfs sein?"
Du bestellst:
[[3 Gläser Wodka Energy|bad_love]]
[[3 Gläser Coca Cola|good_love]]
[[2 Gläser Wodka Energy und eine Cola|no_love]]
<u><h3>Tante Gertis 75.Geburtstag</h3></u>
Einmal geblinzelt und plötzlich sitzt du am Kaffeetisch von Tante Gerti.
Um dich herum deine Eltern und andere Verwandte. Du rechnest kurz zurück - zu Tante Gertis 75. Geburtstag warst du etwa 15 Jahre alt. Sie ist vor einiger Zeit gestorben und auch wenn du dich nicht gut an sie erinnern kannst, macht es dich doch ein wenig traurig, sie wieder zu sehen.
Tante Gerti ist eigentlich deine Großtante, die Schwester deiner Großmutter. Sie hat reich geheiratet, aber nie eigene Kinder gehabt. Seit ihr Mann gestorben ist, lebt sie allein. Sie ist quasi das, was man sich unter einer typischen Erbtante vorstellt.
Und plötzlich erinnerst du dich, warum genau dieser Moment in dem Buch der Unerfüllten Schicksale auftaucht. Und was Tante Gerti gleich sagen wird...
Schon schlägt sie mit ihrer Kuchengabel gegen ihre Kaffeetasse und das Gemurmel um dich herum verstummt.
"Ihr Lieben", beginnt Tante Gerti, "ihr wisst ja, das ich keine Kinder und somit auch keine Erben habe. Und das ich in letzter Zeit sehr einsam gewesen bin. Deswegen möchte ich euch ein Angebot machen: Wer von euch sich in den nächsten Jahren am besten um mich kümmert, der soll mein Vermögen erben."
Ihre Augen blitzen und du meinst, einen Hauch Bosheit darin zu sehen. Was sie mit diesen Worten unter der lieben Verwandtschaft anrichtet, ist ihr wohl auch bewusst.
Du erinnerst dich, damals angeboten zu haben, sie jede Woche zu besuchen. Das hat mal mehr, mal weniger gut geklappt. Wirklich erfolgreich warst du jedenfalls nicht damit, denn ihr Vermögen hast du nicht bekommen. Wer es stattdessen geerbt hat, hast du nie erfahren.
Du könntest natürlich den selben Weg noch einmal gehen. Dann wird es halt wieder nichts mit dem reichen Erbe. Oder du gibst diesmal alles: Zieh bei deinen Eltern aus und bei ihr ein. Deine Eltern haben dich ja zuletzt auch einfach rausgeworfen, die sollen sich mal nicht so haben. Aber als dein Blick auf deine Mutter neben dir fällt, auf ihr angestrengtes Lächeln und ihre müden Augen, fällt dir noch etwas ein. Deine Mutter hat damals viel für die Tante getan, sie herumgefahren, für sie eingekauft und im Haushalt geholfen. Bekommen hat sie am Ende ebenfalls nichts, dabei hättet ihr das Geld gut gebrauchen können. Statt deiner Tante in den Arsch zu kriechen, könntest du versuchen deine Mutter zu unterstützen und ihr einige Aufgaben abnehmen.
Du öffnest den Mund und sagst
[[nichts. Stattdessen nimmst du die Hand deiner Mutter und drückst sie.|good_family]]
[[dass du gern bei deiner Tante einziehen willst.|bad_family]]
[[dass du künftig einmal die Woche zu Besuch kommst.|no_family]]
<u><h3>Der letzte Schultag</h3></u>
Dein letzter Schultag. Dies sollte jetzt die einfachste Entscheidung sein, oder? Das du damit alles kaputt gemacht hast, weißt du ja schließlich schon.
Du stehst vor dem Sekretariat, die Schulabmeldung in der Hand. Wenn du jetzt einfach reinmarschierst und sie abgibst, wird dein Leben wieder genauso erbärmlich verlaufen. Ohne Job, ohne Zukunft, ohne Follower. Oder? VIelleicht reicht es, andere Dinge zu ändern, um doch noch den Sprung zu schaffen. Influencer sein, mit einer eigenen Modekollektion und Millionen Followern... Du fängst schon wieder das Träumen an. Stattdessen die Schulbank drücken und für gute Noten ranzuklotzen erscheint dir eine absolute Verschwendung deiner Lebenszeit. Was wirst du tun?
[[Geh ins Sekretariat und gib die Schulabmeldung ab|no_education]]
[[Zerreiss die Schulabmeldung und bleib auf der Schule|bad_education]]
<<if $librarian_help is 1>>\
Da siehst du plötzlich die Schulbibliothekarin am Ende des Ganges stehen. War sie damals auch schon da? Du blickst zu ihr und sie lächelt dir aufmunternd zu. Und da hast du plötzlich einen Gedankenblitz: Ein Literatur-Influencer! Gibt es sowas eigentlich schon? Jemand der Bücher in handlichen Kurzvideos erklärt, für die, die lieber nice am been sind als Hausaufgaben zu machen?
Die Bibliothekarin kann dir sicher weiterhelfen.
[[Bleib auf der Schule und hilf in der Schulbibliothek aus|good_education]]
<<endif>>\"Wissen Sie, ich glaube ich möchte das gar nicht ausprobieren."
"Das verstehe ich natürlich." entgegnet die Schulbibliothekarin mit ausdruckslosem Gesicht.
<<if $librarian_help is 1>>\
"Aber bist du dir ganz sicher? Ich kann dir ein paar nützliche Tipps geben."
Solltest du es doch [[wagen|book]]?
<</if>>\
Du drehst dich um und marschierst [[hinaus|FirstEnd]].Mit dem Treffen der letzten Entscheidung erfasst dich ein starker Schwindel und du kehrst zurück in die Realität.
<<if $fame + $family + $love + $friends + $education == 0>>\
Wie es aussieht hat sich aber nichts geändert. Du hast alle Entscheidungen wie beim letzten Mal getroffen. Glückwunsch, du hast ein mächtiges Artefakt für, naja, nichts benutzt.
[[nochmal spielen?|main]]
<<else>>\
Oder besser: Du kommst in deiner neuen Realität an. Alles dreht sich und in deinem Kopf schießen neue Erinnerungen wie Pilze aus dem Boden, bis du dich nur noch schemenhaft an dein altes Leben erinnern kannst...
[[weiter|end]]
<<endif>>\
"Floccinaucinihilipilification - F-L-O-C-C-I-N-A-U-C-I-N-I-H-I-L-I-P-I-L-I-F-I-C-A-T-I-O-N"
Deine Klassenkameraden und Herr Schiller starren dich mit offenen Mund an.
"Was denn? War doch easy." sagst du und wirfst dich lässig in deinen Stuhl.
<<set $fame to 1>>\
<<set $fame_complete to true>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]"Lehrer - L-E-E-R-E-R"
Zuerst tönt nur vereinzeltes Kichern durch den Raum, doch als auch bei den anderen langsam der Groschen fällt, stimmen immer mehr deiner Klassenkameraden mit ein.
Herr Schiller blitzt dich böse an "$player, ich finde es nicht gut, dass du dich hier über mich lustig machst. Das wird Konsequenzen haben."
Du gehst grinsend zurück an deinen Platz.
<<set $fame to 2>>\
<<set $fame_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]"Prophylaktisch - P-R-O-P-H-Ü-L-A-K-T-I-S-C-H."
"Das war leider nicht richtig, tut mir Leid $player." Herr Schiller sieht dich enttäuscht an.
Du kehrst zu deinem Stuhl zurück und zuckst mit den Achseln. Wer interessiert sich schon für so einen doofen Buchstabierwettbewerb?
<<set $fame to 0>>\
<<set $fame_complete to true>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Du siehst aus dem Augenwinkel wie deine Mutter dir einen überraschten Blick zuwirft.
<<set $family to 1>>\
<<set $family_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Deine Eltern schauen dich entsetzt an. Aber du wirst das durchziehen. Denen war es doch auch egal, wie du dich fühlst.
<<set $family to 2>>\
<<set $family_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Vielleicht ziehst du es ja diesmal konsequenter durch, Tante Gerti zu besuchen, denkst du dir.
<<set $family to 0>>\
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[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Tobi ist nicht begeistert, das du seine Wünsche so ignorierst. Aber schließlich stößt er mit dir an und stürzt seinen Wodka Energy in einem Zug herunter. Zum Fußball wird morgen wohl keiner von euch gehen.
<<set $love to 2>>\
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[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Marina schaut dich ziemlich fassungslos an, sagt aber nichts. Für einen Moment hast du sogar das Gefühl, dass du dir mit deiner Entscheidung ihren Respekt verdient hast. Tobi dagegen strahlt dich an: "Gute Entscheidung! Morgen um acht auf dem Trainingsplatz?"
Ihr prostet euch lachend zu.
<<set $love to 1>>\
<<set $love_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Du hast ja nicht wirklich eine Wahl, also machst du es genau wie beim letzten Mal. Tobi wirkt ein bisschen enttäuscht, als du ihn nach kürzester Zeit stehen lässt und dich mit Marina in eine Ecke verziehst.
<<set $love to 0>>\
<<set $love_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]"Lass uns das morgen machen, Dennis. Der Scheiß steht da seit hunderten Jahren, da kommt es auf einen Tag auch nicht an", sagst du und setzt dich mit einem entschuldigenden Blick nach hinten zu Amir und Shaniah. Hoffentlich geht das diesmal besser für dich aus.
<<set $friends to 0>>\
<<set $friends_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]„Lasst uns das doch einfach verbinden – die Altstadt ist bestimmt 'ne geile Kulisse für Tiktoks.“
Du versuchst zu grinsen, aber dein Lächeln wirkt gezwungen.
Amir zuckt mit den Schultern.
„Meinetwegen“, murmelt er. „Wird eh witzig.“
Dennis sagt nichts.
Er schaut dich nur an. Lange.
Dann dreht er sich weg und starrt aus dem Fenster.
Ein paar Sitze weiter kichern Shaniah und TJ. Du verstehst die Worte nicht, aber du hörst deinen Namen.
Das flaue Gefühl in deinem Magen kommt nicht vom Busfahren.
Du hast versucht, es allen recht zu machen. Und du spürst schon jetzt: Das geht nicht gut aus.
<<set $friends to 2>>\
<<set $friends_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]"Sorry Leute, ein andermal. Dennis und ich haben schon was vor.", sagst du cool. Die Blicke der anderen machen deutlich, das du dir mit dieser Entscheidung keine Freunde gemacht hast.
<<set $friends to 1>>\
<<set $friends_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Die Sekretärin schaut dich freundlich an. "Was kann ich für dich tun?"
Ihr Lächeln verblasst zusehends, als du ihr darlegst, warum du dich von der Schule abmeldest.
<<set $education to 0>>\
<<set $education_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Diesmal wird alles anders! Das zumindest nimmst du dir fest vor, als du Antrag in deiner Hand zerknüllst und dich auf den Weg in dein Klassenzimmer machst.
<<set $education to 2>>\
<<set $education_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]Du läufst den Gang runter auf die Schulbibliothekarin zu. "Sagen Sie mal, gibts es eigentlich auch Games in ihrer Bibliothek?"
"Natürlich", antwortet sie lachend.
<<set $education to 1>>\
<<set $education_complete to true>>\
<<set $book_used to 1>>\
[[Zurück zum Inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]<u><h3>Zurück in der Realität</h3></u>
<<set $stats = {
fame: $fame,
family: $family,
love: $love,
friends: $friends,
education: $education
}>>\
<<if Object.values($stats).every(v => v === 1)>>\
Du schaust dich um und stellst fest, das du wieder in der Bibliothek stehst. Allerdings hat sie sich völlig verändert: Statt alter staubiger Bücher in düsteren Gängen siehst du vor allem Menschen. Eine Gruppe Schülerinnen sitzt an einer PC-Station in einer Ecke und arbeitet an einem Projekt. die Arbeitstische sind belegt von Brettspielen, die rege genutzt werden und in einer Ecke siehst du einen Jungen mit einem VR-Headset auf dem Kopf. Ein Bildschirm über ihm zeigt dir, was er gerade sieht: Offenbar gestaltet er ein Technikprojekt in der virtuellen Realität, denn du siehst Teile eines Sportwagens und Hände, die darum schweben und die Form der Karosserie anpassen.
"Dein Tiktok über das Make-Projekt der Bibliothek hat inzwischen eine halbe Million Views - und das nach nur 12 Stunden", sagt eine Stimme neben dir. Du drehst dich zu ihr um. Es ist die Schulbibliothekarin Frau Schindler-Tuch – doch sie wirkt wie verwandelt: keine Spur mehr von Dutt und Kostüm, stattdessen ist sie sportlich und locker gekleidet und sieht mindestens zwanzig Jahre jünger aus.
"Ich weiß leider kaum noch, wie es ursprünglich war, aber du scheinst einiges zum besseren geändert zu haben", sagt sie leise. In ihrer Hand siehst du ein vertrautes Buch mit einem Einband aus unscheinbaren Leder.
Du schaust dich um und fühlst dich zuhause. Deine Idee, ein Literatur- und Bibliotheks-Influencer zu werden hat sich als voller Erfolg erwiesen. Die Leute wollen nicht nur sinnfreie Unterhaltung - mit deinen gut recherchierten und smarten Beiträgen hast du viele Menschen aller Altersklassen abgeholt und deine Reichweite wächst stetig. Frau Schindler-Tuch hat dich unterstützt und dabei selbst viel gelernt - die strengen Monologe vor gelangweilten Klassen sind Geschichte, inzwischen betreibt sie selbst einen kleinen Podcast und hält Vorträge für Eltern zum Thema Medienkompetenz.
Du hingegen studierst erfolgreich Bibliothekswissenschaften, auch wenn du es finanziell wahrscheinlich nicht nötig hättest.
Und selbst ohne deine erfolgreiche Influencer-Karriere hättest du immer noch deine Familie, die dich unterstützt - nicht zuletzt auch mit dem Erbe, welches Tante Gerti euch vermacht hat.
Du schaust auf dein Handy, als es kurz vibriert. Dennis fragt, ob ihr euch nachher noch trefft. "Kann nicht, bin verabredet", schreibst du ihm zurück. "Alles klar, dann sehen wir uns halt erst morgen zum Spieleabend. Viel Spaß und treibt es nicht zu wild". Dazu ein paar anzügliche Emojis und Zwinkersmileys, die dich zum Grinsen bringen. Auch dein Liebesleben hat sich deutlich verbessert, seit du dich damals entschieden hast, dich nicht mehr für die Liebe zu verbiegen. Auch wenn es mit Marina nicht gehalten hat, hast du doch jemanden gefunden, der dich so akzeptiert wie du bist.
Alles in allem lebst du jetzt das Leben, das du dir immer gewünscht hast. Auch wenn du es so nie erwartet hättest. Du verabschiedest dich von der Bibliothekarin und verlässt die Schule. Als du vor dem Tor stehst bleibst du noch einmal kurz stehen und schaust zurück. Die letzten Erinnerungen an dein altes Leben beginnen zu verblassen, während du ins Nichts schaust. "Alles in Ordnung?" flüstert eine Stimme in dein Ohr, während sich ein Arm um deine Schulter legt. "Jetzt ja", antwortest du und schmiegst dich an Tobi. Gemeinsam geht ihr die Straße hinunter, der Zukunft entgegen.
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Du schaust dich um und stellst fest, das du wieder in der Bibliothek stehst. Allerdings hat sie sich völlig verändert: Die meisten Bücher sind verschwunden, die Regale sind halb leer und überall stehen halbgepackte Kisten herum. Außer dir ist nur noch die Schulbibliothekarin Frau Schimmelbuch im Raum, die dich ernst und traurig ansieht. Sie wirkt noch verschlossener und strenger gekleidet als zuvor.
"Was treibst du dich hier noch herum?" fragt sie kühl. "Willst du etwa wieder eins deiner albernen Scherzvideos drehen?"
Du versuchst, deine neuen Erinnerungen mit den alten in Einklang zu bringen, um zu verstehen, was passiert ist. Anscheinend hast du es geschafft, ein Influencer zu werden, allerdings nicht auf die Art, die du dir vorgestellt hattest. Du hast es mit einigen schrägen Prank-Videos geschafft bekannt zu werden. Traurigerweise war dein größter Erfolg das Video von Dennis, der mitsamt der maroden Brücke abrauscht, hinterlegt mit lustigen Soundeffekten. Aber wirklich leben kannst du davon nicht. Youtube hat deine Videos entmonetarisiert und die Hasskommentare unter deinen letzten Beiträgen waren so schlimm, das selbst du sie nicht mehr lesen wolltest.
Das Dennis nicht mehr mit dir befreundet sein will, ist keine Überraschung. Aber auch sonst scheint es lange her zu sein, das jemand ein freundliches Wort an dich gerichtet hat.
Deine Eltern haben dir deutlich gemacht, dass sie nichts mehr mit dir zu tun haben wollen. Nach dem Disaster mit Marina und Tobi hat es in deinem Leben zwar einige Affären, aber nie mehr so etwas wie echte Nähe oder sogar Liebe gegeben.
Wenn du so darüber nachdenkst, ist dein einziger Freund die Flasche. Alkohol hilft dir, deinen Schmerz zu betäuben.
Kurz denkst du daran, das Buch noch einmal zu verwenden. Aber was dann? Wird es dann vielleicht noch schlimmer?
"Jetzt verschwinde endlich, du bist mir im Weg" herrscht dich die Bibliothekarin an. "Ihnen und allen anderen" antwortest du tonlos und machst dich auf den Weg zur nächsten Kneipe.
Kurz denkst du, das dein altes Leben vielleicht doch nicht so schlecht war. Dann verschwinden die letzten Erinnerungen und übrig bleibt nur Trostlosigkeit.
<<else>>\
Du bist zurück in der Bibliothek. Alles sieht noch genauso aus wie zuvor. Die Bibliothekarin sieht dich erwartungsvoll an: "Hat es funktioniert?"
Du gehst deine "neuen" Erinnerungen durch und versuchst herauszufinden, was sich geändert hat:
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Leider ist es wieder nichts geworden mit der Influencer-Karriere. Aber du hast schließlich auch nichts anders gemacht, was hast du also erwartet?
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Der Buchstabierwettbewerb war nur der Anfang. Mit Geduld und Leidenschaft hast du dir über die Jahre eine treue Community aufgebaut – Menschen, die deine sorgfältig recherchierten und unterhaltsam präsentierten Clips wirklich schätzen. Vom großen Durchbruch bist du weit entfernt, aber das ist okay. Manchmal wirst du auf der Straße erkannt, bekommst ein Lächeln oder ein kurzes „Danke für dein Video“. Es reicht nicht zum Leben, aber es erfüllt dich – und das ist mehr, als viele je erreichen.
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Dein Witz in der sechsten Klasse war der Startschuss – ab da warst du der Klassenclown, immer auf der Suche nach dem nächsten Lacher. Deine Pranks gingen viral, du wurdest ein kleiner Star auf YouTube und TikTok. Doch der Ruhm hatte seinen Preis: Mittlerweile hast du in fast jedem größeren Einkaufszentrum Deutschlands Hausverbot – deine Follower feiern die „legendäre Aktion“ noch immer, aber YouTube hat dich längst entmonetarisiert. Die Kommentare unter deinen letzten Videos sind nur noch Spott und Hass. Du lachst nicht mehr darüber. Es laugt dich aus.
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Das Verhältnis zu deiner Familie ist unverändert angespannt und auch das Geld von Tante Gerti hat wohl jemand anders geerbt.
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Das du dich damals entschieden hast, deine Mutter bei der Pflege von Tante Gerti zu unterstützen, war ein echter Wendepunkt in deiner Geschichte. Du und deine Mutter habt euch dadurch neu kennengelernt – fernab alter Konflikte entstanden echte Nähe und Respekt. Selbst Tante Gerti, sonst eher zurückhaltend mit Lob, war sichtlich beeindruckt. Als sie starb, hinterließ sie den Großteil ihres Vermögens deiner Mutter – mit der ausdrücklichen Bitte, einen erheblichen Teil davon dir zu überlassen. Das du dich geweigert hast, das Geld anzunehmen, zeigt umso mehr, wie sehr du dich zum positiven gewandelt hast.
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Dein Plan, bei Tante Gerti einzuziehen, um dich ins Erbe einzuschmeicheln, ging gründlich schief. Die alte Dame durchschaute dich sofort – und machte dir jeden Tag zur Hölle. Deine Eltern? Die verurteilten dein Verhalten offen und ließen dich ihre Enttäuschung spüren. Nach weniger als einem Jahr hast du hingeworfen und wolltest zurück. Sie nahmen dich widerwillig auf – aber kaum warst du alt genug, standest du wieder vor der Tür. Seitdem herrscht Funkstille. Und das Erbe? Ging natürlich an jemand anderen.
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Wie es scheint, blieb auch diesmal nach dem Disaster mit Marina nur die Liebe zum Alkohol übrig.
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Es war richtig, dich nicht länger von Marina herumkommandieren zu lassen. Du hast dich wieder auf dich selbst konzentriert: warst öfter beim Fußballtraining, der Alkoholkonsum wurde weniger, und auch deine Beziehung entwickelte sich – weg von Abhängigkeit, hin zu echtem Respekt. Als ihr euch dann doch schließlich getrennt habt, geschah dies in beiderseitigem Einvernehmen und ohne verletzte Gefühle. Und da war jemand, der dich auffing: Tobi. Ein stiller Trost, genau zur richtigen Zeit.
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Du hast dich damals entschieden, Tobi mit in den Strudel zu ziehen – Exzesse, Partys, Abstürze. Nur dass es diesmal schneller zerfällt. Marina verlässt dich ein paar Monate später – für jemanden, der nüchtern blieb und ihr zuhörte. Tobi ist da, kurz – ihr landet sogar im Bett. Doch was euch verbindet, ist kein Gefühl, sondern nur das gemeinsame Wegdrücken von Leere. Danach wird er still und geht auf Abstand.
Die Jahre danach sind verschwommen. Dates, Affären, wechselnde Körper, keine Nähe. Immer neue Versuche, das nachzuholen, was du in jener Nacht falsch entschieden hast. Doch egal, wer da ist – es bleibt kalt. Und wenn du heute ans <i>Absolutic</i> zurückdenkst, fragst du dich nicht mehr, was gewesen wäre. Du weißt es: Du hast die Liebe einmal gehabt. Und dann weggesoffen.
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Dennis hat es dir nie verziehen, dass du ihn damals auf Klassenfahrt hängengelassen hast. Wirklich enge Freundschaften hast du auch in deinem neuen Leben nicht schließen können.
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Dennis ist auch heute noch dein bester Freund. Das du damals entschieden hast zu ihm zu halten, hat dein Leben deutlich zum besseren gewendet. Auch wenn du es erst für peinlich gehalten hast, mit ihm durch die Stadt zu ziehen, statt mit den "coolen" Kids abzuhängen, erwies es sich als Glücksfall. Zufällig wart ihr nämlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort:Dennis wollte sich ein altes Bankgebäude aus dem 17. Jahrhundert ansehen – du warst halb genervt, halb gelangweilt, und knipstest lustlos ein paar Selfies vor dem Eingang. Genau in dem Moment lief ein Mann zur Tür heraus– ohne Maske, aber mit einem Sack auf dem Rücken und einer Waffe in der Hand. Dein Foto wurde zum Beweisstück.
Die Presse feierte euch als „architekturbegeisterte Teenager mit Zivilcourage“. Die Bank bedankte sich mit einer netten Prämie. Und du? Du hast gelernt, dass Freundschaft mehr bedeutet als Status – und dass Dennis' schräge Hobbys manchmal ziemlich wertvoll sein können.
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Das du Dennis damals überredet hast mitzukommen, war ein großer Fehler. Die Clique machte sich einen Spaß daraus, Dennis zu verarschen und ihm Streiche zu spielen. Es find harmlos an: Dumme Fragen, falsche Wegbeschreibungen, der "verlorene" Rucksack. Doch dann die Mutprobe. TJ überredete Dennis, über eine halb eingestürzte Brücke zu laufen. "Nur ein kurzes Video" rief er Dennis zu " Du magst doch historischen Kram." Dennis sah hilfesuchend zu dir, aber du hast weggeschaut.
Natürlich stürzte Dennis ab. Nicht tief, aber es reichte für ein gebrochenes Bein und Prellungen. Die Klassenfahrt war damit für Dennis gelaufen. Und eure Freundschaft damit auch. Seitdem hast du nie wieder versucht, eine echte Freundschaft aufzubauen. Du schämst dich und das zu recht.
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Du hast die Chance, etwas aus dir zu machen, ein zweites Mal vergeigt. Wieder stehst du ohne Schulabschluss da und musst dich mit Aushilfsjobs über Wasser halten.
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Du hast die Schule zu Ende gemacht – mit soliden Noten, ohne großen Ärger. Kein Abbruch, keine Eskapaden. Auf dem Papier sieht alles gut aus. Du bist den Weg gegangen, den dir alle geraten haben: Studium, Job, Sicherheit. Aber irgendwo unterwegs hast du dich selbst verloren.
Du hast nie wirklich herausgefunden, was dich interessiert. Stattdessen hast du das studiert, was "vernünftig" klang. Deine Abschlussarbeit war okay. Dein Job ist okay. Dein Leben ist okay. Und doch wachst du manchmal morgens auf und fragst dich, wie du hier gelandet bist – in einem Alltag, der sich wie ein Kompromiss anfühlt.
Du hast nichts „falsch“ gemacht. Du hast einfach nie herausgefunden, was sich richtig anfühlt.
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<h1>ENDE </h1>
[[nochmal spielen?|main]]